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Energieeinsparung durch gezieltes LÜFTEN und richtiges HEIZEN !


Richtig lüften und richtig heizen, und dadurch Energie einsparen,

wobei die Betonung auf dem Wort richtig liegen sollte.


Eine Zentralheizung ist in ihrer Heizwirkung schwerfälliger als eine Ofenheizung. Sie kann während der kalten Jahreszeit ein angenehmes Raumklima nur dann schaffen, wenn sie in allen Räumen schwach eingeschaltet ständig in Betrieb ist.

Nur so sind die Wände der Räume in der Lage, Wärme zu speichern.

 

Die Unart vieler Mieter, erst nach Feierabend kräftig aufzudrehen, kann zwar die Luft im Raum in etwa erträglich erwärmen, es wird aber niemals ausreichen, die während des Tages und in der Nacht ausgekühlten Wandflächen mit zu erwärmen. Kalte Wandflächen bringen die im Raum befindliche Luftfeuchtigkeit zum Kondensieren. Dieses Heizen  ist übrigens auch noch ungesund und führt in vielen Fällen zu kleineren wie größeren Erkältungskrankheiten.


Es ist eindeutig erwiesen, dass Mieter, die den ganzen Tag über gleichmäßig ihre Wohnung beheizen, weniger Heizkosten verbrauchen als Mieter, die ständig ihre Heizkörper bei Abwesenheit zudrehen und bei Anwesenheit um so mehr aufdrehen.

 

Die ständige Durchfeuchtung eines Baustoffes (Wände) durch Kondeswasser, welches vom Mieter durch kochen, baden, schwitzen, Wäsche trocknen sowie durch Grünpflanzen in den Raum abgegeben wird, setzt zwangsläufig den Wärmedämmwert herab; der Baustoff kann im Laufe der zeit immer weniger austrocknen. Bei besonders hoher Feuchtigkeit wird schließlich das Mauerwerk bis nach außen hin durchfeuchtet sein und als  " Kältebrücke" wirken. Damit wird ein Teufelskreis eingeleitet, der die sichtbaren inneren Feuchtigkeitsschäden verstärken wird. Diese Schäden greifen dann auch auf das Mobiliär und die weitere Wohnungsausstattung über.

 

"Wärmedämmung und geringere Geräuschkulisse von außen - schön und gut. Aber seit wir diese modernen Isolierfenster haben, bildet sich bei uns immer noch Schimmel an den Wänden und die Fensterscheiben schwitzen!"  So die Aussage vieler Mieter. Ein Einwand, der ebenso hartnäckig ist wie leicht zu entkräften.


Es ist ganz natürlich, dass in bewohnten Räumen Luftfeuchtigkeit entsteht. Während diese Feuchtigkeit aber bei älteren Bauten durch die Fugen und Ritzen der alten Fenster entweichen kann, ist dieser Weg bei den dicht schließenden Fensterprofilen unserer Zeit versperrt. So kann sich die Luftfeuchtigkeit an den meist ebenfalls gut isolierten Wänden absetzen.

 

Mögliche Folge: Schimmelbildung.


Der Weg zurück ist sicherlich keine Lösung - zumal die Schadensvermeidung denkbar einfach ist. Was in früherer Zeit von allein lief, muss heute gesteuert werden: Die Lüftung nämlich.


Dabei aber schütten viele das Kind mit dem Bade aus und stellen die Fenster dauerhaft auf Kippstellung. Dies ist besonders im Winter ein großer Fehler, weil dadurch die Fensterleibungen und -stürze auskühlen und so anfällig für Feuchtigkeitsbildungen und damit für Schimmel werden. Es wird übersehen, dass dabei auch die Wärme entweicht, womit der Umweltvorteil des Wärmeschutzglases aufgehoben ist.


Die Lösung des Dilemmas: Mit Verstand lüften.

 

Täglich eine Viertelstunde und danach mehrmals wenige Minuten Querlüftung der Wohnung durch die weit geöffneten Fenster reicht bei Wohnräumen meist aus, um ein gesundes Raumklima ohne feuchte Wände und Schimmel herzustellen. In dieser Zeit sollten die Thermostatventile zugedreht sein.

In Badezimmern und Küche sollte natürlich zusätzlich immer dann gründlich gelüftet werden, wenn erhöhte Luftfeuchtigkeit entstanden ist.


FAZIT:

 Mindestens dreimal täglich 10 Minuten Querlüftung der Wohnung durch weit geöffnete Fenster aller Räume.

 Für Luftzirkulation auch hinter an Wänden stehende Möbel, insbesondere bei Außenwänden, sorgen, in

  dem diese nicht dicht an die Wände gestellt werden (mindestens 5 cm Abstand).

 Größere Wasserdampfmengen - vor allem nach dem Kochen und Baden/Duschen gezielt durch 

  Lüftung ableiten.

 Auch im Schlafzimmer im Winter tagsüber die Heizung aufdrehen (ca. 16 - 18 Grad), sodass die Wände nicht 

  auskühlen. Über Nacht kann der Heizkörper abgedreht werden.


Heizen auch bei Abwesenheit


Zugefrorene Wasserleitungen können im Winter erhebliche Schäden verursachen. Nicht selten setzen geplatzte Wasserrohre ganze Wohnungen unter Wasser. Gebäudeversicherungen, Hausrat- oder Haftpflichtversicherung treten für derartige Frostschäden nur ein, wenn die allgemein üblichen Sorgfaltspflichten eingehalten wurden.                                 
Wohnungsnutzer dürfen die Wohnung nicht auskühlen lassen. Heizen Sie hre Wohnung deshalb immer ausreichend. Bei extrem kalten Außentemperaturen müssen Nutzer auch bei Abwesenheit, zum Beispiel im Urlaub oder am Wochenende, dafür sorgen, dass die Wohnung nicht auskühlt. Bei Thermostatventilen muss zumindest die Frostschutzstellung gewählt werden. Sicherheitshalber sollte bei längerer Abwesenheit ein Freund, Verwandter oder Nachbar mit der Betreuung der Wohnung beauftragt werden.


Frostschäden durch offene Fenster und Türen Dachboden- und Kellerfenster dürfen nur kurzzeitig geöffnet werden, sonst drohen ebenfalls Schäden durch Frost, Regen und Schnee. Häufig werden auch die Fenster im Treppenhaus ständig geöffnet. Die Kälte dringt dann oft bis in die Wohnungen. Wenn dann auch noch die Haustür offen bleibt, obwohl dadurch zusätzlich Wohnungs- und Kellereinbrüche begünstigt werden, ist die Verärgerung mancher Wohnungsinhaber verständlich.


Unsere dringende Bitte:


Beachten Sie die Hausordnung und verschließen Sie die Keller-, Dachboden und Treppenhausfenster gut. Kurzfristige Stoßlüftung bei trockenem Wetter reicht aus. Permanente Kipplüftung allerdings kann teuer werden und sorgt für Ärger mit Ihren Nachbarn.




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